BitSnoop: Das Schnüffeln nach Torrents in Perfektion

Mit BitSnoop ließen sich Torrents leicht erschnüffeln.
Mit BitSnoop ließen sich Torrents leicht erschnüffeln.
Wie in allen Bereichen des Internets ist auch das Filesharing von Weiterentwicklungen und Fluktuationen betroffen. Insbesondere die sogenannten Torrent-Clients (Filesharing-Programme) unterlaufen oft Änderungen, die manchmal auch zur Einstellung des Angebots führen. Und nicht nur die Programme an sich, auch die Suchmaschinen oder Indexseiten für Torrents ereilen manchmal ein solches Schicksal. Eine der bekanntesten Seiten für die Suche nach Torrents war BitSnoop.

Die Torrent-Seite war lange Zeit eine der erfolgreichsten Suchmaschinen für Filesharing und rangierte unter den zehn meistbesuchten Seiten. Das Angebot war vielfältig, so dass oft nicht schwer war, einen Torrent über BitSnoop zu finden. Doch war die Nutzung eigentlich legal oder bewegten sich Anwender in einer eher gefährlichen Zone? Ob eine Abmahnung drohte, lesen Sie in folgenden Ratgeber.

Wie funktionierte BitSnoop

BitSnoop machte P2P-Downloads möglich.
BitSnoop machte P2P-Downloads möglich.
Filesharing basiert in der Regel auf dem sogenannten Peer-to-Peer-Prinzip (P2P). Das heißt Dateien werden nicht von einem Server heruntergeladen, sondern in Teilstücken von anderen Nutzern, die im Netzwerk online sind. Um die Inhalte finden zu können, bedarf es Seiten wie BitSnoop. Übersetzt bedeutet BitSnoop soviel wie “nach Bits herumschnüffeln”. Hier werden die Torrents, die zu den Inhalten führen, indexiert und verlinkt. Auf der Seite an sich befinden sich keine Dateien. Gängige Suchmaschinen listen in der Regel keine Torrents, sodass spezielle Torrent-Suchmaschinen entwickelt wurden.

Die Webseite BitSnoop bot also ganz klassisch die Funktion einer Suchmaschine im BitTorrent-Netzwerk. Das Angebot ging erstmals 2008 online und entwickelte sich schnell zu einer der am schnellsten wachsenden Torrent-Seiten. In den Hochzeiten der Seite waren bis zu 10 Millionen Inhalte indexiert und konnten von den Nutzern gesucht werden. Ende März 2017 wurde Seite eingestellt und die Daten an den Konkurrenten Zoogle übertragen. Gründe hierfür wurden nicht genannt.

Download via BitSnop

Um über BitSnoop einen Torrent-Download durchführen zu können, war ein Client notwendig, der im BitTorrent-Netzwerk unterwegs war. Indexierte Inhalte wurden über die Webseite gesucht, per Client heruntergeladen und dann nach abgeschlossenem Download von allen Quellen zu einer vollständigen Datei zusammengesetzt.

Das heißt auf BitSnoop waren nicht die eigentlichen Inhalte verlinkt, sondern die Torrent-Dateien, die zu den Daten führten.

Droht bei einem Download per BitSnoop eine Abmahnung?

Geschützte Inhalte: Torrents per BitSnoop zu suchen, hätte eine Abmahnung bedeuten können.
Geschützte Inhalte: Torrents per BitSnoop zu suchen, hätte eine Abmahnung bedeuten können.
In vielen Ländern ist die reine Auflistung von Torrents bereits untersagt. In Deutschland ist das derzeit nicht der Fall. Die Nutzung der Seite ist dann zulässig, wenn nur Torrents gesucht und heruntergeladen werden, die nicht zu urheberrechtlich geschützten Inhalten führen.

In der Regel werden jedoch Torrents gesucht, die einen Download der neuesten Filme, Serien, Musik, Videospiele oder anderen geschützten Werken ermöglichen. In einem solchen Fall kann schnell eine Urheberrechtsverletzung vorliegen, die dann zu einer Abmahnung und zu Schadensersatzforderungen führen kann.

Nutzer sollten daher vorsichtig sein, nach welchen Inhalten sie auf Seiten, wie es BitSnoop war, suchen. Es sollte den meisten klar sein, dass die Anbieter von Torrents zu aktuellen Filmen oder Serien die Rechte an diesen nicht besitzen und diese Werke auch nicht gemeinfrei sind.

Eine Methode, um Nutzer ausfindig zu machen, ist die IP-Rückverfolgung. Jeder bekommt vom Internetprovider eine sogenannte Internetprotokoll-Adresse (IP) zugewiesen. Wird diese auf den Seiten wie BitSnoop gespeichert, können Behörden die Herausgabe dieser Daten von der Seite und auch vom Provider verlangen. Haben Nutzer dann eine Abmahnung erhalten, sollten sie diese nicht ignorieren, sondern sich im Zweifel an einen Anwalt wenden.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (41 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.