BitTorrent: Der Star unter den Filesharing-Programmen

BitTorrent: Der Star auf dem Laufsteg der Filesharing-Netzwerke.
BitTorrent: Der Star auf dem Laufsteg der Filesharing-Netzwerke.
In der Welt des Filesharings würde heute wohl nichts so sein wie es ist, wenn es BitTorrent nicht gäbe. Der Name steht sowohl für das wohl bekannteste Protokoll zum Tauschen von Inhalten also auch für den berühmten Torrent-Client sowie für das Netzwerk, das um das Protokoll herum errichtet wurde.

BitTorrent – als Client, Netzwerk und Protokoll – war und ist der Vorreiter unter den Filesharing-Programmen. Die Entwicklung kann durchaus als Meilenstein im Bereich Datenaustausch bezeichnet werden.

Wie über einen BitTorrent-Client ein Download funktioniert, was Nutzer bezüglich der Inhalte beachten müssen und ob eine Abmahnung für die Nutzung von BitTorrent droht, betrachtet der nachfolgende Ratgeber näher.

Was ist unter BitTorrent zu verstehen?

Ein Download über BitTorrent wird von mehreren Quellen bezogen.
Ein Download über BitTorrent wird von mehreren Quellen bezogen.
Der Name BitTorrent setzt sich aus dem Wort für die kleinste Daten-Einheit „Bit“ und dem englischen Begriff für einen reißenden Strom „Torrent“ zusammen. Übersetzt bedeutet es also eine schnelle Übertragung von Daten.

Ursprünglich wurde BitTorrent als reines Protokoll für das Tauschen von Inhalten geschrieben und entwickelte sich mit der Zeit zu einem Netzwerk. Um dieses nutzen zu können, wurden verschiedene Programme entwickelt, unter anderem auch der Client mit dem gleichen Namen.

Andere BitTorrent-Clients wie uTorrent, KTorrent, BitComet oder Deluge verwenden ebenfalls das BitTorrent-Protokoll, um ihren Nutzern den Zugriff auf das Netzwerk und somit die dort geteilten Inhalte zu ermöglichen.

Der Unterschied von BiTorrent

BitTorrent unterscheidet sich von anderen Filesharing-Netzwerken dadurch, dass es kein umfassendes Netzwerk mit allen Nutzern aufbaut, sondern für jeden Inhalt ein eigenes Verteilnetz erstellt. Ebenfalls als signifikanter Unterschied anzusehen ist, dass bei der Nutzung vom BitTorrent-Protokoll oder Client nicht beliebige Dateien der Nutzer getauscht werden. Teilnehmer im Netzwerk geben die Inhalte frei, die sie zum Herunterladen anbieten möchten. So können sich Nutzer leichter davor schützen, möglicherweise illegale Inhalte ungewollt anzubieten.

Wie funktioniert ein Download via BitTorrent?

Wie fast alle Filesharing-Programme, die mit der Torrent-Technologie arbeiten, ist BitTorrent ein sogenanntes P2P-Programm. Peer-to-Peer (P2P) erhöht die Serverkapazität und ermöglich so eine schnelleres Teilen von Dateien.

Das Teilen über einen BitTorrent-Client ist nicht grundsätzlich illegal.
Das Teilen über einen BitTorrent-Client ist nicht grundsätzlich illegal.
BitTorrent nutzt im Gegensatz zu anderen Filesharing-Modellen die sonst ungenutzte Upload-Kapazität der Teilnehmer und stellen somit verschiedene Quellen für einen Download zu Verfügung. Es gibt also keinen BitTorrent-Server, sondern nur die jeweiligen Teilnehmer im Netzwerk, die die Dateien verteilen. So wird es ermöglicht, eine große Datenmenge auf mehrere Nutzer zu verteilen und den Download zu beschleunigen.

Die Inhalte werden also nicht vollständig angeboten, sondern in Fragmenten von verschiedenen Quellen im Netzwerk bezogen. Die sogenannte Torrent-Datei hilft den Nutzern die eigentlichen Daten zu finden und herunterzuladen. Einmal online, sucht der BitTorrent-Client nach den angefragten Inhalten, lädt diese via Torrent herunter und setzt die Fragmente dann zu einer vollständigen Datei zusammen, wenn alle Teile vorhanden sind.

Je nach verwendetem Client, kann BitTorrent unter Linux, Windows oder Mac verwendet werden. Zudem existieren verschiedene Erweiterungen, die eine Nutzung von BitTorrent über einen Browser ermöglichen.

Droht eine Abmahnung bei der Nutzung von BitTorrent-Clients?

Über BitTorrent Downloads durchzuführen ist nicht illegal. Selbst große Firmen bieten Software oder Informationen sowie andere Inhalte über das BitTorrent-Protokoll an, um so eine schnellere Verteilung zu erreichen.

Wann eine Abmahnung erfolgt

Problematisch wird eine Nutzung erst dann, wenn urheberrechtlich geschützte Dateien heruntergeladen oder dann auch mit anderen geteilt werden. In einem solchen Fall kann aufgrund einer Urheberrechtsverletzung durchaus eine Abmahnung inklusive einer Unterlassungserklärung erfolgen.

Haben Nutzer eine solche erhalten, sollten sie diese nicht ignorieren und sich an einen versierten Anwalt wenden. Dieser kann sie entsprechend beraten und das weitere Vorgehen besprechen.

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