Gnutella: Nicht süß, dafür unabhängig und dezentral

Netzwerk und Client: Gnutella ist eher Hauptspeise als Nachtisch.
Netzwerk und Client: Gnutella ist eher Hauptspeise als Nachtisch.
Aus Filesharing-Programmen werden oft auch ganze Netzwerke entwickelt. So geschehen bei BitTorrent oder eDonkey. Eines der bekanntesten Beispiele ist unter anderem aber auch Gnutella. Zunächst als Torrent-Client entwickelt, entstand ein dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk, auf das Nutzer über verschiedene Clients zugreifen können. Das sogenannte Gnutella-Network war das erste seiner Art.

Wie ein Torrent über Gnutella gefunden werden kann, ob ein Download via Gnutella rechtliche Konsequenzen mit sich bringt und worauf Nutzer achten sollten, beantwortet der folgende Artikel.

Gnutella: Client und Netzwerk in einem

Entwickelt wurde die Gnutella-Software als Torrent-Client nach dem Vorbild von Napster und als Protokoll für ein dezentrales Netzwerk, was in diesem Zuge aufgebaut wurde. Zu Beginn war neben dem Gnutella-Client das Programm Limewire das meistgenutzte und bekannteste. Die Entwicklung wurde 2010 nach einem Gerichtsbeschluss eingestellt.

Was kann Gnutella?

Der Gnutella-Client wurde durch unabhängige Entwickler entschlüsselt und der Code veröffentlicht, was die Entwicklung zahlreicher Programme für das Gnutella-Netzwerk ermöglichte und dieses deutlich erweiterte. Die Intention der Gnutella-Schaffer war es von Anfang an, keinen zentralen Server, also auch keinen zentralen Betreiber zu haben. Das Netzwerk ist für ein schnelles Filesharing somit durch die Software auf alle Nutzer gleichwertig verteilt.

Als Client nutzt Gnutella die Peer-to-Peer-Funktionsweise. Über Torrents wird der gewünschte Inhalt im Torrent-Netzwerk gesucht und von verschiedenen Quellen in Teilen heruntergeladen.

Das Besondere an Gnutella ist hier, dass eine Suchanfrage zunächst nur an benachbarte Clients geht. Diese leiten die Anfrage dann ihrerseits weiter bis der Inhalt gefunden ist. Erst dann wird eine Verbindung zwischen Anbieter und Sucher aufgebaut und der Download gestartet. Der Client setzt diese Fragmente dann zu einer vollständigen Datei zusammen und bietet diese gleichzeitig wieder anderen im Netzwerk zum Herunterladen an.

Droht bei einem Gnutella-Download eine Abmahnung?

Mit der Gnutella-Software sollten keine geschützten Inhalte heruntergeladen werden.
Mit der Gnutella-Software sollten keine geschützten Inhalte heruntergeladen werden.
Verboten ist die Nutzung des Gnutella-Clients und des Netzwerkes nicht. Allerdings sollten Anwender darauf achten, welche Inhalte sie herunterladen und teilen. Denn oftmals handelt es sich dabei um urheberrechtlich geschützte Werke und in der Regel haben deren Rechteinhaber einer derartigen Nutzung nicht zugestimmt.

Bei widerrechtlichem Filesharing liegt eine Urheberrechtsverletzung vor, die eine Abmahnung mit Unterlassungserklärung sowie Schadensersatzforderungen zur Folge haben können.

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